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Der General-Bauunternehmer steht fest
Es geht los!

Der Vertrag mit dem Bauunternehmer ist unterzeichnet, jetzt können die Bagger kommen. (v.l.) Martin Rieskamp, Köster AG, Bernd Schwientek, Wolfram Heinen, Dr. Armin Lövenich, Bau- und Liegenschaftsbetrieb Duisburg, Uwe Dönisch-Seidel, Maßregelbeauftragter des Landes, Dr. Günther Wienberg, v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel, Dr. Thomas Redecker, Ev. Johanneswerk Bielefeld.
„Das Gericht hat entschieden: Die Nachbarschaftsklagen sind abgelehnt. Eine Berufung wird nicht zugelassen. Jetzt wird gebaut“, verkündet Uwe Dönisch-Seidel, der Landesbeauftragte für den Maßregelvollzug Nordrhein-Westfalen, nachdem das Verwaltungsgericht Düsseldorf am 22. Oktober das Urteil verkündet hat. Nach einer Planungsphase von rund sechseinhalb Jahren können nun die Bauarbeiten für die neue Forensik-Klinik an der Dahlingstraße in Duisburg-Hohenbudberg beginnen.
Als General-Bauunternehmer konnte nach einer Ausschreibung unter mehreren Bewerbern die Köster AG mit Sitz in Osnabrück gewonnen werden. Die Verträge mit dem Bauherrn – das ist der Landesbeauftragte für den Maßregelvollzug – wurden Ende Oktober unterzeichnet. Die Köster AG ist ein inhabergeführtes Bauunternehmen mit 65-jähriger Tradition, das deutschlandweit vertreten und zu hundert Prozent im Inland tätig ist. Der Jahresumsatz liegt bei 500 Millionen Euro.
„Es gibt zwei Gründe weshalb wir uns für einen Generalunternehmer entschieden haben, der die Klinik schlüsselfertig übergibt: er setzt die Arbeiten erfahrungsgemäß sehr zügig um. Und er arbeitet zu siebzig Prozent mit Unternehmen aus dieser Region zusammen“, sagt Uwe Dönisch-Seidel. Am 5. November beginnen die Bauarbeiten. Der offizielle Spatenstich erfolgt am 27. November um 14 Uhr. Nach einer Bauzeit von 18 Monaten wird die forensische Klinik voraussichtlich Ostern 2009 bezugsfertig sein. Die Baukosten liegen bei 27,22 Millionen Euro.
Die beiden diakonischen Träger der forensischen Klinik Duisburg, das Ev. Johanneswerk Bielefeld und die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, sind davon überzeugt, dass die sieben Gebäude nach den neuesten therapeutischen und sicherheitstechnischen Standards errichtet werden. Befürchtungen der Bevölkerung, dass die Zahl der drogenabhängigen Straftäter im Maßregelvollzug in Duisburg heimlich von 100 auf 180 aufgestockt werden soll, erteilen die Betreiber eine deutliche Absage. „Die Zahl der Patienten ist vertraglich festgelegt. Darin verpflichten wir uns, bis zu einhundert Straftäter aufzunehmen. Eine Überbelegung wird es mit uns nicht geben“, so Dr. Günther Wienberg, vom Vorstand der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel.
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