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Vertrauen schaffen nach innen und außen

Das Leitungsteam stellt sich vor.

NTZ-D_Leitungsteam_2008-12

Wenn im Sommer nächsten Jahres das Niederrhein Therapiezentrum Duisburg (NTZ) eröffnet wird, werden drei erfahrene Fachkräfte die Leitungsverantwortung für die forensische Klinik übernehmen: Dr. Bernhard Wittmann (l.) als ärztlicher Ge- schäftsführer der Klinik, Andrea Piccenini (m.) als kaufmännische Geschäftsführerin und Lettie Theunissen-Schuiten als Leiterin des Pflege- und Pädagogischen Diens- tes.

In den letzten eineinhalb Jahren war sie in der forensischen Psychiatrie im nieder- ländischen Venray vor allem wissenschaftlich tätig. Zuvor hat Lettie Theunissen-Schuiten aber sehr viel Erfahrung im Umgang mit schwierigen und straffällig ge- wordenen Menschen sammeln können und verschiedene forensische Abteilungen geleitet. Schon als Studentin arbeitete die 39-jährige Diplompädagogin mit schwer erziehbaren Jugendlichen. Gleich nach dem Studium bekam sie eine Anstellung im Maßregelvollzug. Dass die Öffentlichkeit ein scharfes Auge auf den forensischen Be- reich wirft und sich einmischt, findet Lettie Theunissen-Schuiten reizvoll. „So sind wir gefordert, immer wieder über unsere Arbeit zu reden – nicht, um die Taten der Patienten zu entschuldigen, sondern um klar zu machen, dass die Rückfallquote ohne Therapie bei 80 Prozent liegt. Das ist eine wichtige Aufgabe.“

Dr. Bernhard Wittmann ist seit 14 Jahren ärztlicher Direktor des LWL-Therapiezen- trums für Forensische Psychiatrie in Marsberg. Hier werden – wie künftig in Duisburg – männliche drogenabhängige Patienten auf der Grundlage von § 64 StGB behan- delt. Im nächsten Jahr wechselt der 56-Jährige ins NTZ nach Duisburg Es sei eine große Herausforderung, eine Klinik von Grund auf neu zu gestalten, sagt der Fach- arzt für Psychosomatische Medizin. „Darunter verstehe ich, dass wir eine wirkungs- volle Therapie leisten, die die berechtigten Sicherheitsinteressen der Nachbarschaft erfüllt und bei möglichst vielen Patienten zu einem gesetzestreuen Leben führt.“ Dieser Aufgabe wolle er sich mit Respekt und Engagement widmen. Dass es möglich sei, problembelasteten Menschen zu helfen und sie von Sucht und Kriminalität zu befreien, erlebten die Bürgerinnen und Bürger in Marsberg schon jetzt, so Dr. Bern- hard Wittmann. Er ist überzeugt, dass die Menschen in Duisburg ähnlich positive Erfahrungen machen werden.

Mit der kaufmännischen Geschäftsführerin Andrea Piccenini ist das Leitungsteam im NTZ komplett. Die 48-jährige Betriebswirtin hat ihre beruflichen Wurzeln in den v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel. Die diakonische Einrichtung mit Stammsitz in Bielefeld übernimmt zusammen mit dem Ev. Johanneswerk die Trägerschaft der fo- rensischen Klinik in Duisburg. Ihren Auftrag sieht Andrea Piccenini nicht nur darin, für schwarze Zahlen und gute Bilanzen zu sorgen, sondern auch für einen guten Geist. „Die Motivation und die Energie, die unser Leitungsteam in die Arbeit ein- bringt, macht mich zuversichtlich, dass die Klinik es schaffen wird, aufzufallen – und zwar in durchaus positiver Weise“, ist sich Andrea Piccenini sicher.