|
 Königsweg 1 33617 Bielefeld
Die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel mit ihrem Hauptsitz in Bielefeld sind heute die größte diakonische Einrichtung in Europa. Sie wurden 1867 gegründet, am Anfang der Arbeit Bethels stand die Betreuung von epilepsiekranken jungen Männern. Epilepsie war im 19. Jahrhundert eine Krankheit, die häufig zur Ausgrenzung der betroffenen Menschen führte.
Heute setzen sich die fast 12 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel in Kliniken, Heimen, Wohngruppen, Schulen und Kindergärten, ambulanten Diensten, Betrieben, Werkstätten und therapeutischen Diensten für kranke, pflegebedürftige, behinderte und sozial benachteiligte Menschen ein. Die zahlreichen Einrichtungen Bethels liegen in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Berlin und Brandenburg.
Bethel hat umfangreiche Erfahrungen und eine lange Tradition in der Behandlung und Rehabilitation suchtkranker Menschen. Bethel hat sich immer wieder der gesellschaftlichen Verantwortung für Menschen gestellt, die besonders schwer von Krankheit, Behinderung oder sozialen Problemen betroffen sind. Bei suchtkranken Rechtsbrechern kommt die Motivation hinzu, durch qualifizierte und wirksame Therapien die Sicherheit der Bevölkerung zu verbessern. In begrenztem Umfang werden in Bethel bereits seit mehreren Jahren (ehemalige) Forensik-Patienten in unterschiedlichen Einrichtungen behandelt und gefördert. Dabei gilt ein besonderes Augenmerk der Nachsorge und der Wiedereingliederung in die Gesellschaft und in ein straffreies Leben.
Neben der ambulanten, teilstationären und stationären Akutbehandlung von suchtkranken Patientinnen und Patienten macht Bethel vielfältige und differenzierte Angebote im Bereich der medizinischen (Entwöhnungsbehandlung) und der sozialen Rehabilitation (Beratung, betreutes Wohnen, Wohnheime) für alkohol- und drogenabhängige Menschen. Nicht wenige dieser Menschen sind im Zusammenhang mit ihrer Sucht straffällig geworden, so dass der Umgang mit Straffälligkeit und ihren Folgen für Bethel zu einem qualifizierten Hilfe- und Unterstützungsangebot für suchtkranke Menschen gehört.
"Bethel - Gemeinschaft verwirklichen" - dies ist die Vision, die die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel bei ihren sehr unterschiedlichen und differenzierten Aktivitäten leitet. Diese Vision gründet im christlichen Glauben und auf christlichen Werten: Jeder einzelne Mensch hat eine unveräußerliche Würde als Geschöpf Gottes - unabhängig davon, ob er gesund oder krank, behindert oder nicht behindert, leistungsfähig oder weniger leistungsfähig ist. Unabhängig auch davon, ob er straffällig geworden ist oder nicht. Mehr Informationen zu Bethel
|
|
 Schildescher Straße 101 33611 Bielefeld
Das Evangelische Johanneswerk e. V. ist einer der größten diakonischen Träger Europas mit Sitz in Bielefeld. Rund 6 000 Mitarbeiter sind in 72 Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen tätig. Die diakonischen Angebote richten sich an alte, kranke und behinderte Menschen, Kinder und Jugendliche und schließen die offene diakonische Arbeit im Kirchenkreis Bielefeld ein. Rund 37 000 Menschen nehmen jährlich diese Dienstleistungen in Anspruch. Zahlreiche Fortbildungsangebote und Schulen, unter anderem für Kranken- und Altenpflege sowie Diätassistenten, sorgen für die hohe Fachlichkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Gegründet wurde das Werk 1951.
Die Arbeit in der neuen Klinik im Maßregelvollzug wird anknüpfen an die Erfahrungen der Mitarbeiterschaft in den Arbeitsgebieten des Ev. Johanneswerks. Dazu gehört die langjährige Erfahrung in der ambulanten und stationären Betreuung von suchtkranken Menschen im Ev. Gemeindedienst und in der Klinik am Hellweg in Oerlinghausen. Die Klinik ist ein Fachkrankenhaus für suchtkranke Männer, das zu den Pionieren der stationären Suchtkrankenarbeit in Deutschland gehört.
Im Bereich der stationären Psychotherapie betreibt das Ev. Johanneswerk mehrere Kliniken, darunter die deutschlandweit bekannte Klinik für psychotherapeutische und psychosomatische Medizin des Ev. Johannes-Krankenhauses in Bielefeld. Die Klinik unter der Leitung von Dr. Luise Reddemann arbeitet schwerpunktmäßig mit schwer traumatisierten Menschen und Traumafolgeerkrankungen.
Das Ev. Johanneswerk arbeitet auf verschiedenen Ebenen mit straffällig gewordenen Menschen. Das Haus Nordpark in Bielefeld ist eine Rehabilitationseinrichtung für haftentlassene Frauen und Männer. Die Straffälligenhilfe des Ev. Gemeindedienstes unterstützt die Betroffenen während der Haft und bei der Wiedereingliederung nach der Entlassung.
Der Maßregelvollzug ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, zu der die Kirchen und ihre Verbände, wie Diakonie und Caritas ihren besonderen Beitrag leisten können. Eine Aufgabe besteht darin, die Opfer von Straftaten bzw. deren Angehörige in ihren tiefen körperlichen und seelischen Verletzungen wahrzunehmen und seelsorgerlich zu begleiten. Gleichzeitig brauchen die psychisch kranken und suchtkranken Rechtsbrechern Begleitung und eine qualifizierte Behandlung. In dieser doppelten Verantwortung können die diakonischen Träger dann für ihr christliches Menschenbild einstehen, nach dem wir alle Menschen in ihrer Vielfältigkeit achten als Teil der bewahrenswerten Schöpfung Gottes.
Weitere Informationen zum Evangelischen Johanneswerk e.V.
|